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Street the Art
Home, Street, Berlin 30th Aug 2007 // 10:10 am

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Da war ich also doch mal wieder ein wenig zu voreilig! Fast wollte ich die ganze Streetart Sache abschreiben und offiziell zu einem kurzzeitigen Phänomen erklären. Wahrscheinlich konnte ich mit der Welle der Nacheiferer und Mitschwimmer nicht so recht umgehen, welche sich mit ihren unkreativen StencilWorkshopSchablonen durch die Innenstädte langweilten! Zwar finde ich jegliche kreative Aktivität auf der Straße gut, doch gibt es auch hier enorme Unterschiede zwischen gutem und schlechtem Output. Was macht also den Unterschied?

Wie der Name schon sagt, sieht sich die Szene schon von Beginn an im Umfeld der Kunstwelt. Mit einfacher CopyPaste Action kommt man da nicht weit! Vielmehr steht hinter jedem künstlerischen Schaffen ein konzeptioneller Aufbau, welcher somit auch bei der Arbeit auf der Straße wichtig wird. Eine Wand dabei als bloßen Untergrund für ein Stencil zu nutzen reicht schon lange nicht mehr.

Für mich sind bei Streetart viel mehr drei Dinge interessant. Auf der einen Seite die Einbindung der Arbeit in die urbane Umwelt, also zum Beispiel das Aufgreifen und Weiterführen von architektonischen Elementen oder Installationen im Straßenbild. Zum Zweiten die dahinterstehende Message. In diesem Punkt treffen sich etablierte Kunstwelt und die außerhalb des Museums arbeitenden Straßenkünstler. Das hinter der Kunst stehende Konzept weckt dabei das eigentliche Interesse am Werk. Der Klassiker ist hier natürlich Banksy. Seine Gesselschafts- und Gegenwartskritik zieht sich durch all seine Arbeiten und kommt auch beim letzten Durchschnittsbürger an. Streetart hat gegenüber Graffiti somit den Vorteil verstanden zu werden. Entweder durch figürlichen Ausdruck oder durch die lesbare Aussage. Zum Schluss gibt es noch die Künstler, welche zum Beispiel einen bestimmten Charakter von vorn bis hinten durchziehen. André oder Nomad sollen hier stellvertretend stehen. Dabei funktionieren die Charakter wie ein Marke, welche durch ihren schnellen und hohen Wiedererkennungswert ins Auge stechen.

Im Überblick kann man sagen, dass sich die Straße zunehmend professionalisert. Vor allem durch die hohe Qualität des Outputs wird die traditionelle Kunstwelt mehr und mehr auf die Künstler aufmerksam. Zudem kann man eine deutlich gesteigerte gesellschaftliche Akzeptanz feststellen. Eigeniniziierte Ausstellungen wie die Berliner Backjumps oder Planet Prozess helfen dabei diese neue Kunstform zu verstehen und sich mit ihr auseinander zu setzen.

Eine Folge dieser urbanen Aktivität lässt sich derzeit in Berlin beobachten. Immer mehr Aufträge für die Gestaltung von ganzen Hauswänden gehen an die jungen Künstler. Dadurch können diese mehr denn je Einfluss ins Stadtbild nehmen, ohne dass es am nächsten Tag wieder gebufft wird. Einen Überblick über die entstandenen Brandwände gibt es hier: BLU & JR // Dave // Nomad // OsGemeos // Ash1 // BLU

Wer mehr zum Thema wissen will sollte unbedingt mal auf dem großartigen Just Blog vorbeischauen!

my.gucci.boyfriend,
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to complete and to discuss:
http://street.artbedingt.de/xtern/fuck_street-art.jpg

Comment by Teen Millionaire on 30th Aug 2007 @ 15:01

Huhu,

du warst zu lang an der UNi..:)

Comment by filfuture on 3rd Sep 2007 @ 09:31
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